MOTS-c ist in diesem Katalog schon vor jeder Chemie ungewöhnlich: es ist nicht in der Kern-DNA kodiert. Die Sequenz liegt im mitochondrialen Genom, im Gen der 12S-ribosomalen RNA, und der Name beschreibt schlicht diese Adresse — mitochondrialer offener Leserahmen der 12S-rRNA, Typ c. Beschrieben wurde es 2015 in Cell Metabolism.
Die praktische Hälfte dieser Seite ist kürzer und nützlicher. Das Peptid hat sechzehn Reste und 2.174,6 g/mol, und zwei dieser Reste sind Methionin. Diese eine Tatsache bestimmt, was sein Zertifikat trennen muss und wie das Pulver aufzubewahren ist.
- MRWQEMGYIFYPRKLR — 16 Reste, 2.174,6 g/mol, CAS 1627580-64-6.
- Summenformel C101H152N28O22S2; die zwei Schwefelatome sind die zwei Methionine an Position 1 und 6.
- Zwei Methionine bedeuten drei oxidierte Spezies, nicht eine: +16 an einem von beiden, +32 an beiden.
- Tryptophan an Position 3 und Tyrosine an 8 und 11 geben echte Absorption bei 280 nm — die meisten kurzen Peptide haben keine.
- Kodiert im mitochondrialen 12S-rRNA-Gen, nicht in der Kern-DNA.
Was der Name sagt
Peptidnamen sind meist undurchsichtig. Dieser nicht: er buchstabiert, wo der Leserahmen liegt. Das Mitochondrium trägt ein eigenes kleines ringförmiges Genom, und das Gen der 12S-ribosomalen RNA ist einer seiner Bestandteile; der MOTS-c-Leserahmen liegt innerhalb dieses Gens. Ein Peptid aus dem Gen einer strukturellen RNA zu lesen, machte den Fund bemerkenswert — und deshalb beschreibt die Literatur die Verbindung als Peptid mitochondrialen Ursprungs und nicht einfach als Peptid.
Für den Käufer ist die Folge eng, aber real: es handelt sich um eine definierte 16-Reste-Sequenz mit CAS-Nummer, hergestellt durch Synthese wie alles andere hier. Die Herkunftsgeschichte erklärt den Namen, nicht die Herstellung.
Die Sequenz und was in ihr steckt
Ausgeschrieben: Met-Arg-Trp-Gln-Glu-Met-Gly-Tyr-Ile-Phe-Tyr-Pro-Arg-Lys-Leu-Arg. Vier der sechzehn Positionen lohnen die eigene Nennung, weil jede entweder in einer Prüfung oder in einem Stabilitätsbericht auftaucht.
| Position | Rest | Warum er zählt |
|---|---|---|
| 1 und 6 | Methionin | Oxidiert zum Sulfoxid und ergänzt je 16 g/mol; zwei davon ergeben drei verschiedene oxidierte Spezies |
| 3 | Tryptophan | Ebenfalls oxidationsanfällig und das stärkste UV-Chromophor des Moleküls |
| 8 und 11 | Tyrosin | Absorbieren bei 280 nm neben dem Tryptophan |
| 2, 13, 14, 16 | Arg, Arg, Lys, Arg | Vier basische Seitenketten — die Stellen, die ein Acetat- oder Trifluoracetat-Gegenion besetzt |


